HIV Test

Über unsere Gesundheit möchten wir in jedem Fall aufgeklärt sein. Regelmäßige Check-Ups, eine ausgewogene Ernährung und tägliche Bewegung helfen unserem Körper, gesund zu bleiben und besser zu funktionieren.

Absicherung und Kenntnis sind besonders dann wichtig, wenn wir eine mögliche Infektion mit einem Virus befürchten. 

Was für viele Menschen ein Tabuthema ist, sprechen wir offen und umfassend an, da Aufklärung in allen gesundheitlichen Bereichen von oberster Priorität ist und unter keinen Umständen verschwiegen werden sollte. 

Die Liebe gehört zu den vielen Avancen des Lebens. Sie bereichert, beflügelt, stärkt und verbindet uns. Dennoch birgt sie ein paar Gefahren, vor denen wir uns für ein ausgelassenes und unbeschwertes Liebesleben schützen sollten. Die Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit kann schneller geschehen, als man denkt und oftmals zu lange unentdeckt bleiben.

Das HI-Virus stellt die größte Gefahr für unsere Gesundheit dar und kann in manchen Fällen lebensbedrohlich werden. Haben Sie die Befürchtung, sich möglicherweise mit dem Virus infiziert zu haben oder möchten Sie sich vor einer neuen Partnerschaft absichern? Zögern Sie nicht und führen Sie einen HIV Test durch.

Alles, was Sie über HIV Tests wissen müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was macht das HI-Virus so gefährlich?

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, wie das HI-Virus in Ihren Organismus gelangt und dort Ihr Immunsystem schwächen kann. „HIV“ steht für „Human Immunodeficiency Virus“. Das Virus ist ein Retrovirus und kann seine Erbsubstanz in das Erbgut der angefallenen Wirtszellen einschließen. Vorwiegend attackiert das HI-Virus die T-Helferzellen, wodurch das Immunsystem des betroffenen Organismus geschwächt wird.

Der Körper ist folglich wesentlich anfälliger für Erkrankungen, welche bei nicht infizierten Personen unproblematisch und im Wesentlichen harmlos verlaufen.

Die Gefahr verbirgt sich hinter zu später Erkennung einer Infektion und einer möglichen Ausbildung des Krankheitsbildes AIDS. Wird eine Infektion mit dem HI-Virus nicht behandelt, kann sie zu AIDS, dem sogenannten „Acquired Immunodeficiency Syndrome“, also einem Immunschwächesyndrom führen.

Es stellt eine ernste Gefahr für die menschliche Gesundheit dar, da das Immunsystem stark geschwächt ist und Krankheitserreger leicht in den Körper eindringen können. Infizierte Personen leiden oftmals unter Lungenentzündungen und Pilzerkrankungen.

Risikosituationen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich mit dem HI-Virus zu infizieren.

Ungeschützter Geschlechtsverkehr

HIV gehört zu den STIs, den sexuell übertragbaren Infektionen. Eine Infektion findet demnach in vielen Fällen durch ungeschützten Geschlechtsverkehr statt.

Hier besteht die Gefahr, sich mit dem HI-Virus infiziert zu haben. Sorgen sind jedoch nur berechtigt, sofern Sie den HIV Status Ihres Partners oder Ihrer Partnerin nicht kennen oder bekannt ist, dass eine der beteiligten Personen das Virus in sich trägt.

Besonders risikoreich sind ungeschützter Vaginal- und Analverkehr. Bei ungeschütztem Oralverkehr ist das Risiko bereits deutlich geringer, jedoch ist eine Infizierung nicht vollends auszuschließen. Auch bei der Aufnahme von Blut und Sperma im Mund besteht ein geringes Infektionsrisiko.

Ein ausgelassenes Liebesleben mit vielen wechselnden Geschlechtspartner*innen erhöht das Risiko einer Infektion immens. In solchen Fällen sollten Sie vor dem Verkehr stets den HIV Status des jeweils Anderen abklären und sicheren Schutz verwenden.

Bluttransfusionen

Gelangt mit HIV infiziertes Blut in Ihren Blutkreislauf, ist die Gefahr hoch, dass Sie sich mit dem Virus infizieren. Bei einer Bluttransfusion sollte aus diesem Grund ausschließlich sauberes Besteck verwendet werden.

Drogenkonsum mit geteiltem Besteck

Unter Menschen, die regelmäßig Drogen konsumieren, ist die Ansteckungsgefahr mit HIV besonders hoch. Konsumieren Sie Drogen intravenös, sollten Sie in jedem Fall darauf achten, die verwendete Spritze mit keiner anderen Person zu teilen. 

Erst unscheinbar, dann gefährlich – Symptome einer Infizierung

In vielen Fällen wird eine Infektion viel später entdeckt, als eigentlich möglich gewesen wäre, da die anfänglichen Symptome als ungefährlich verstanden und mit harmlosen Grippesymptomen verwechselt werden. Denn erst im Verlauf späterer Phasen, mit fortgeschrittener Verbreitung des Virus im Organismus, werden die Symptome stärker.

Zu den geläufigen Symptomen – mit sinkender Wahrscheinlichkeit  zählen die folgenden:

  • Fieber
  • Müdigkeit/Erschöpfung
  • allgemeines Krankheitsgefühl
  • Appetitverlust
  • Gelenkschmerzen
  • Hautausschlag
  • Nachtschweiß
  • Muskelschmerzen
  • Fieber in Kombination mit Hautausschlag
  • Halsschmerzen/Entzündung im Rachen
  • Geschwüre im Mund
  • mehr als 2,5 kg schlagartiger Gewichtsverlust

 

Infizierte Menschen können mithilfe einer entsprechenden Behandlung lange leben, ohne an AIDS zu erkranken. Um eine Behandlung möglich zu machen, muss ein positives Testergebnis vorliegen. Haben Sie Bedenken über Ihren HIV Status, zögern Sie auf keinen Fall, einen HIV Test durchzuführen. Ihnen stehen viele verschiedene Optionen offen.

Der HIV Test – die einzig zuverlässige Möglichkeit

Ein HIV Test ist die einzige Möglichkeit um herauszufinden, ob Sie an HIV erkrankt sind. Es gibt verschiedene Arten von HIV Tests, die auf unterschiedliche Weise durchgeführt werden. Sie können einen Test anonym durchführen, unter Beratung bei Teststellen wie etwa Aidshilfen, Gesundheitsämtern oder Checkpoints und bei Ihrem Hausarzt bzw. Hausärztin.

 

Bei einem HIV Test findet stets eine Blutuntersuchung statt.

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1. Der Labortest

Bei einem Labortest wird Ihnen Blut von Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt abgenommen, welche in ein Labor geschickt und dort untersucht wird. Es handelt sich hierbei um einen Antigen-Antikörper-Test, bei welchem Ihr Blut auf Antikörper und Bestandteile des HI-Virus untersucht wird. Sicher nachgewiesen werden kann eine Infektion erst sechs Wochen nach dem Risikokontakt. Das Testergebnis erhalten Sie nach zwei Tagen.

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2. Der Schnelltest

Schnelltests werden meist in Beratungsstellen durchgeführt. Hier wird ein Tropfen Blut aus Ihrer Fingerkuppe untersucht. Es handelt sich hierbei um einen Antikörper-Test, was bedeutet, dass Ihr Blut ausschließlich auf Antikörper gegen das HI-Virus untersucht wird. Eine sichere Aussage kann erst drei Monate nach dem Risikokontakt geschehen. Das Testergebnis erhalten Sie nach ca. 30 Minuten.

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3. Der Selbsttest

Beim Selbsttest handelt es sich um einen Schnelltest, welchen Sie privat bei sich zu Hause durchführen können. Für viele Personen stellt diese Variante die angenehmste dar. Auch hier entnehmen Sie Ihrer Fingerkuppe einen Tropfen Blut. Eine sichere Aussage kann auch hier erst drei Monate nach Risikokontakt getroffen werden. Das Testergebnis erhalten Sie in der Regel bereits nach 15-30 Minuten.

Selbsttests können jedoch ungenaue Ergebnisse liefern. Hier sollten Sie genau auf das CE-Zeichen achten und nur zulässige Tests verwenden.

Wann sollte man sich testen lassen?

Sinn macht ein HIV Test nur, wenn Sie große Unsicherheiten über Ihren HIV-Status oder den ihre*r Partner*in haben, ein aktives Sexualleben mit wechselnden Partner*innen führen oder unnormale Veränderungen an Ihrem Körper beobachten.

 

Wenn Sie eines der oben genannten Anzeichen bemerken, ist es ratsam, sich auf HIV testen zu lassen. Hatten Sie einen Risikokontakt, sollten Sie auf jeden Fall einen HIV Test zur Absicherung durchführen. Auch Schwangeren wird zur Vorsorge empfohlen, einen HIV Test zu machen, da die Gefahr besteht, dass sich das Baby bereits im Mutterleib mit dem Virus infiziert.

 

Konsumieren Sie Drogen regelmäßig intravenös mit anderen Personen, kann ein HIV Test Ihnen ein klares Bild über Ihren Gesundheitsstatus geben.

Bedrohlich, jedoch nicht unantastbar – mögliche Behandlungen

Erhalten Sie ein positives Testergebnis, ist in jedem Fall ein zweiter Bestätigungstest mit einer neuen Blutprobe notwendig. Erst nach doppelter Absicherung kann eine entsprechende Behandlung der Infektion angegangen werden.

 

Bei einem negativen Testergebnis sollten Sie zusätzlich eine PCR-Untersuchung durchführen lassen. Diese fällt bei einer Infektion 1-2 Wochen früher positiv aus als ein Antikörper-Test und kann ein mögliches falsches negatives Ergebnis korrigieren.

Prä-Expositions-Prophylaxe

Sie haben die Möglichkeit, im Zuge einer Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) HIV bei sich vorzubeugen. Es handelt sich hier um eine medikamentöse Vorsorge, bei der Sie Arzneimittel regelmäßig einnehmen, welche die Virusmenge im Blut verringern. HIV ist demnach nicht nachweisbar und auch nicht übertragbar.

 

Sinnvoll ist solch eine Behandlung für Menschen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko. Die Behandlung wird von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Menschen, die diese Behandlung durchführen, müssen sich vor Beginn der Prophylaxe, vier Wochen nach Start der Behandlung und dann alle drei Monate mit einem HIV Test testen lassen.

Post-Expositions-Prophylaxe

Dem gegenüber steht die Post-Expositions-Prophylaxe (PEP). Diese Form der Behandlung ist sinnvoll, wenn das Ansteckungsrisiko bei Ihnen sehr hoch ist. Auch hier erhalten Sie entsprechende Medikamente, welche Sie bestenfalls innerhalb von zwei Stunden, und spätestens 48 Stunden nach erfolgtem Risikokontakt einnehmen müssen. Die Ausbreitung der HI-Viren kann so frühzeitig verhindert werden.

 

Wichtig zu sagen ist, dass Ihre Lebenserwartung bei früher Entdeckung des Virus und entsprechender Therapie genauso hoch ist, wie bei der allgemeinen Bevölkerung auch. Behandelte Menschen können ihr Leben ohne große Einschränkungen wie gewohnt gestalten.

Zögern Sie nicht …

…einen HIV-Test durchführen zu lassen. Viele Menschen fühlen sich unwohl bei einer solchen Untersuchung, da sie Fremden Informationen über ihr Sexualleben preisgeben. Allerdings sollte ein HIV-Test nichts sein, wofür man sich schämen muss. Die Untersuchung betrifft in jedem Fall Ihr Wohlbefinden und das Ihrer Mitmenschen.

Sicherheit ist die Grundlage für ein ausgelassenes, angenehmeres Liebesleben. Safer Sex ist hier das Stichwort, um mögliche Infektionen zu verhindern. Informieren Sie sich immer über den HIV-Status Ihres Partners und schützen Sie sich lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.

Mit Probatix ist es jetzt sehr einfach, regelmäßig einen HIV-Test durchführen zu lassen und die Ergebnisse abzurufen. Melden Sie sich einfach bei Probatix Health an und vereinbaren Sie einen Termin!

FAQ

Sind die Bluttests von Probatix sicher und zuverlässig?

Unsere Tests laufen unter professionellen Bedingungen ab. Von der Blutentnahme, über den Transport bis hin zur Auswertung in einem spezialisierten Labor. Dadurch erhalten Sie medizinisch verlässliche Blutwerte.

Nein, die Blutentnahme erfolgt durch einen professionellen Probatix-Partner (beispielsweise eine Apotheke in Ihrer Nähe). Sie müssen keinen Test nach Hause bestellen, sich nicht selber Blut abnehmen und die Probe auch nicht selber ans Labor senden.

Nein, wir bieten ausschließlich Tests an, bei denen die Abnahme in einem professionellen Umfeld unter nachvollziehbaren Bedingungen geschieht.

Im Moment werden unsere Tests leider noch nicht von den Krankenkassen übernommen. Wir arbeiten daran, dass sich das bald ändert.

Sie erhalten Ihre Ergebnisse direkt in Ihr Probatix-Health Portal. Dort sehen Sie auch einfache Erläuterungen und Zeitverläufe, sodass Sie Trends und Veränderungen schnell erkennen und entsprechend handeln können.

Die Tests bei Probatix laufen vollständig in einer kontrollierten Umgebung ab: von der Blutentnahme über den Transport ins Labor bis hin zur Auswertung und Übermittlung. Dadurch erhalten Sie sichere und zuverlässige Ergebnisse.

Die Daten bei Probatix sind nach höchsten Sicherheitsstandards geschützt. Das Informationssicherheits-Managementsystem von Probatix ist zudem vom TÜV Süd nach ISO 27001 zertifiziert.

Bei auffälligen Testergebnis empfehlen wir grundsätzlich, einen Arzt zur weiteren Abklärung zu konsultieren. Dies wird in Kürze auch direkt über die Probatix-Plattform möglich sein.

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