Testosteron messen

Das Sexualhormon Testosteron spielt eine entscheidende Rolle für eine Vielzahl von männlichen Gesundheitsfunktionen. Erreichen Männer ein höheres Alter, nimmt die natürliche Produktion dieses Hormons im Körper allmählich ab. Nur vereinzelt sinkt der Testosteronspiegel so stark, dass Beschwerden und ein krankhafter Mangel (Hypogonadismus) auftreten.


Deshalb ist es für diejenigen, die einen gesunden Hormonspiegel aufrechterhalten wollen, von entscheidender Bedeutung, das eigene Testosteron messen zu lassen.

Was ist Testosteron?

Wenn es um die Gesundheit des Mannes geht, ist Testosteron einer der wichtigsten Faktoren – seine Kräfte reichen weit über die Bestimmung der Geschlechtsmerkmale hinaus, da es praktisch jeden Aspekt des Lebens beeinflusst.
Testosteron:

 

  • regt Muskelwachstum an,
  • sorgt für Körperbehaarung und Bartwuchs,
  • unterstützt den Knochenstoffwechsel,
  • fördert Knochenwachstum,
  • sorgt für den Aufbau und Erhalt der Knochendichte,
  • fördert dominante und aggressive Verhaltensweisen,
  • fördert die Spermienproduktion,
  • steigert das sexuelle Verlangen, den Antrieb und die Lebenslust.

Warum Testosteron messen?

Ab dem Alter von circa 40 Jahren sinkt der Testosteronspiegel des Mannes kontinuierlich um ungefähr 1-2 %. Dies ist ein langsam andauernder Prozess, den einige Männer nicht einmal bemerken. Dieser Vorgang wird die Andropause oder teilweise auch die „männlichen Wechseljahre“ genannt, wobei dieser natürlich nicht mit den Wechseljahren der Frau zu vergleichen ist.


Um niedrige Testosteronspiegel bei Männern genau zu bestimmen und Hypogonadismus festzustellen, ist ein genaues Testosteron messen erforderlich. Erst dann kann die Diagnose gestellt und ein Behandlungsplan erarbeitet werden, um die Lebensqualität des Probanden wieder zu steigern. Testosteronmangel kann einen negativen Einfluss auf zahlreiche Organfunktionen haben und kann Blutdruck und Diabetes begünstigen.

Bei welchen Symptomen sollten Sie Testosteron messen?

  • Sexuelle Unlust und Erektionsstörungen,
  • Müdigkeit, Kraftlosigkeit,
  • Rückbildung der Muskulatur,
  • vermehrtes Bauchfett,
  • verringerte Körper- & Schambehaarung,
  • verringerte Spermienproduktion,
  • Hitzewallungen,
  • verringerte Knochenfestigkeit bis zur Osteoporose,
  • depressive Verstimmungen.


ABER
: Es ist zu beachten, dass viele der oben genannten auftretenden Symptome auch normale Alterserscheinungen sein können. Ob es tatsächlich ein zu niedriger Testosteronspiegel ist, kann nur durch einen Test festgestellt werden.

Ursachen für einen niedrigen Testosteronspiegel

Alterung ist eine der häufigsten Ursachen für einen niedrigen Testosteronwert bei Männern. Mit zunehmendem Alter produziert der Körper im Rahmen seines natürlichen Alterungsprozesses immer weniger von dem Hormon. 

 

Ein ungesunder Lebensstil, Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch, psychischer Stress oder chronische Erkrankungen können einen frühzeitigen Mangel begünstigen.


Der Ursprung eines Testosteronmangels wird in zwei Kategorien unterteilt.

Primärer Hypogonadismus

95 % der Testosteronproduktion findet bei Männern in den Hoden statt. Von einem primären Hypogonadismus wird gesprochen, wenn die dort vorzufindenden hormonproduzierenden Zellen erschöpfen und nicht genügend Testosteron produzieren können. Als mögliche Ursachen können genannt werden:

 

  • Hodenentzündungen,
  • Hodenverletzungen,
  • Hodenkrebs,
  • oder systematische Erkrankungen, wie eine Leberzirrhose.

Sekundärer Hypogonadismus

Der Testosteronmangel kann auf eine Fehlfunktion des Hypothalamus oder der Hypophyse zurückzuführen sein, die für die Hormonproduktion und damit für die Steuerung der Testosteronproduktion verantwortlich sind. Mögliche Ursachen sind

  • Geschwulst oder Funktionsmangel in der Hypophyse,
  • Gehirnverletzungen,
  • oder dem Gallmann-Syndrom (Entwicklungsstörung der Keimdrüsen).

Die Diagnose

Der Testosteronspiegel im Blut ist tageszeitlichen Schwankungen ausgesetzt. Am Morgen ist der Wert höher als beispielsweise am Nachmittag. Demzufolge ist es erforderlich, dass die Blutabnahme, um das Testosteron zu messen, morgens stattfindet.


Etwa 97 % des Testosterons sind im Blutkreislauf an Proteine gebunden, während die restlichen 3 % als freies Testosteron zirkulieren. In Labortests werden das luteotrope Hormon (LH) und das follikelstimulierende Hormon (FSH) zur Messung des Testosteronspiegels verwendet, da sie die Produktion in den Hoden stimulieren.

 

  • Ein erhöhter LH- und FSH-Spiegel kann bei Testosteronmangel auf eine Unterfunktion der Hoden hinweisen (primärer Hypogonadismus).
  • Sind beide Werte niedrig, ist dies ein Hinweis auf eine Funktionsstörung der Hypophyse (sekundärer Hypogonadismus).

Was ist die Norm?

Normwerte

  • 3,5 – 11,5 ng/ml (12 – 40 nmol/l)


Behandlung erforderlich

  • > 2,5 ng/ml (8 nmol/l)

Einschätzung eines Arztes nötig

  • 2,5 – 3,8 ng/ml (8 – 12 nmol/l)

Wie verläuft das Testosteron messen?

Für die Anamnese verwenden die Ärzte in der Regel einen bekannten Fragebogen, den ADAM-Score (Androgen Deficiency in Aging Men). Dieser Fragebogen beinhaltet 10 Fragen, welche Sie zu Ihrem derzeitigen Gemütszustand befragen.
Fragebogen ADAM-Score:

 

  1. Haben Sie einen Rückgang der Libido festgestellt?
  2. Fühlen Sie sich weniger energiegeladen?
  3. Haben Sie eine geringere Kraft oder Ausdauer?
  4. Sind Sie kleiner als früher?
  5. Haben Sie weniger Begeisterung für das Leben?
  6. Leiden Sie unter häufigen Stimmungsschwankungen?
  7. Haben Sie eine schwächere Erektion?
  8. Ist es eine Herausforderung, Sport zu treiben?
  9. Neigen Sie dazu, nach dem Essen schnell einzuschlafen?
  10. Ist es für Sie schwieriger zu arbeiten?

Wenn Sie mehr als drei Fragen mit „ja“ beantwortet haben, könnte dies auf einen Testosteronmangel hindeuten.

Die Testmethode

Bluttests sind die gängigste Methode zur Analyse des Hormonspiegels. Mithilfe dieser Messungen kann festgestellt werden, ob im Körper eines Mannes ein gesunder Testosteronspiegel vorhanden ist. 

 

Anhand dessen können die Ärzte beurteilen, welche Behandlungen für die Bedürfnisse des einzelnen Patienten am besten geeignet sind.

Die Hormonersatztherapie

Wird ein Testosteronmangel festgestellt, gibt es verschiedene Mittel, die zur Behandlung eingesetzt werden können. Anwendung finden unter anderem Gele für die Anwendung auf der Haut, orale Medikamente oder Injektionen in die Muskulatur. Die Injektion wird meist bei langfristiger Behandlung verwendet und auch die 3-Monats-Spritze genannt.


Die Hormonersatztherapie zielt darauf ab, den Testosteronspiegel durch die Testosteronsubstitution wieder in einen gesunden Bereich zu bringen.


WICHTIG:
Eine Testosterontherapie hält das natürliche Altern nicht auf! Die verschriebenen Medikamente sind rezeptpflichtig. Zu viel Testosteron im Körper kann schaden.

Fazit

Testosteron spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Mannes und seine Produktion nimmt mit zunehmendem Alter ab. Das Testosteron messen ist notwendig, um einen Mangel zu erkennen, der sich negativ auf Organfunktionen und die Lebensqualität auswirken könnte.

Ein niedriger Testosteronspiegel wird in zwei Kategorien eingeteilt: primärer Hypogonadismus, der durch eine Hodenentzündung oder -verletzung verursacht wird, und sekundärer Hypogonadismus, der durch Fehlfunktionen des Hypothalamus oder der Hypophyse entsteht.

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