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- Werte im Detail:
Testosteron
Testosteron ist das wichtigste männliche Geschlechtshormon und wird hauptsächlich in den Hoden gebildet, bei Frauen in kleineren Mengen in Eierstöcken und Nebennieren. Es steuert Muskelaufbau, Knochendichte, Libido, Stimmung und Antrieb.
Niedrige Werte beim Mann können sich in Erschöpfung, Libidoverlust, Muskelabbau und Stimmungstiefs äußern und werden mit dem Alter häufiger; erhöhte Werte bei Frauen können auf ein PCOS hinweisen und Zyklusstörungen, Akne oder vermehrte Behaarung erklären. Da der Wert morgens am höchsten ist, sollte die Abnahme vormittags erfolgen; für die richtige Einordnung gehört SHBG dazu.
Niedrige Werte beim Mann können sich in Erschöpfung, Libidoverlust, Muskelabbau und Stimmungstiefs äußern und werden mit dem Alter häufiger; erhöhte Werte bei Frauen können auf ein PCOS hinweisen und Zyklusstörungen, Akne oder vermehrte Behaarung erklären. Da der Wert morgens am höchsten ist, sollte die Abnahme vormittags erfolgen; für die richtige Einordnung gehört SHBG dazu.
Sexualhormon-bindendes Globulin (SHBG)
SHBG (sexualhormonbindendes Globulin) ist ein Transporteiweiß aus der Leber, das Testosteron und Östrogene im Blut bindet. Nur der ungebundene, "freie" Anteil der Hormone wirkt in den Zellen — SHBG bestimmt also, wie viel davon tatsächlich verfügbar ist.
Erhöhte Werte verringern die verfügbaren Hormone und finden sich etwa bei Schilddrüsenüberfunktion oder Einnahme der Pille; niedrige Werte kommen bei Übergewicht, Insulinresistenz und PCOS vor und lassen relativ mehr freies Testosteron wirken. Ohne SHBG lässt sich ein Testosteronwert oft nicht richtig deuten — die Messung gehört deshalb zu jeder gründlichen Hormondiagnostik.
Erhöhte Werte verringern die verfügbaren Hormone und finden sich etwa bei Schilddrüsenüberfunktion oder Einnahme der Pille; niedrige Werte kommen bei Übergewicht, Insulinresistenz und PCOS vor und lassen relativ mehr freies Testosteron wirken. Ohne SHBG lässt sich ein Testosteronwert oft nicht richtig deuten — die Messung gehört deshalb zu jeder gründlichen Hormondiagnostik.
Prolaktin
Prolaktin ist ein Hormon der Hirnanhangsdrüse. Seine bekannteste Aufgabe ist die Steuerung der Milchbildung nach der Geburt, es beeinflusst aber auch den Zyklus und die Fruchtbarkeit.
Erhöhte Werte außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit können den Eisprung unterdrücken und Zyklusstörungen, Milchfluss oder unerfüllten Kinderwunsch verursachen; bei Männern können sie Libido und Potenz beeinträchtigen. Ursachen reichen von Stress und Medikamenten bis zu einem meist gutartigen Knoten der Hirnanhangsdrüse. Da schon körperliche Anstrengung und Schlafmangel den Wert anheben, sollte die Abnahme möglichst entspannt am Morgen erfolgen.
Erhöhte Werte außerhalb von Schwangerschaft und Stillzeit können den Eisprung unterdrücken und Zyklusstörungen, Milchfluss oder unerfüllten Kinderwunsch verursachen; bei Männern können sie Libido und Potenz beeinträchtigen. Ursachen reichen von Stress und Medikamenten bis zu einem meist gutartigen Knoten der Hirnanhangsdrüse. Da schon körperliche Anstrengung und Schlafmangel den Wert anheben, sollte die Abnahme möglichst entspannt am Morgen erfolgen.
Albumin
Albumin ist das häufigste Eiweiß im Blutplasma und wird in der Leber gebildet. Es hält die Flüssigkeit in den Blutgefäßen, transportiert Hormone, Nährstoffe und Medikamente und spiegelt den Eiweißhaushalt des Körpers wider.
Niedrige Werte können auf eine Erkrankung von Leber oder Nieren, auf Entzündungen oder auf eine unzureichende Eiweißzufuhr hinweisen. Erhöhte Werte entstehen meist durch Flüssigkeitsmangel. Dauerhaft zu niedriges Albumin spricht für eine Eiweißunterversorgung und geht mit erhöhter Infektanfälligkeit und Muskelschwäche einher. Die Messung eignet sich daher als Basiswert für Leberfunktion, Nährstoffversorgung und allgemeinen Gesundheitszustand.
Niedrige Werte können auf eine Erkrankung von Leber oder Nieren, auf Entzündungen oder auf eine unzureichende Eiweißzufuhr hinweisen. Erhöhte Werte entstehen meist durch Flüssigkeitsmangel. Dauerhaft zu niedriges Albumin spricht für eine Eiweißunterversorgung und geht mit erhöhter Infektanfälligkeit und Muskelschwäche einher. Die Messung eignet sich daher als Basiswert für Leberfunktion, Nährstoffversorgung und allgemeinen Gesundheitszustand.
Testosteron, frei (rechnerisch)
Freies Testosteron ist der Anteil des Hormons, der nicht an Eiweiße wie SHBG oder Albumin gebunden ist und somit direkt im Körper wirksam werden kann. Es macht nur einen kleinen Bruchteil des gesamten Testosterons aus, ist aber entscheidend für die biologische Wirkung, etwa auf Muskelkraft, Knochenstabilität, Sexualfunktion und Stimmung.
Wenn SHBG stark erhöht oder erniedrigt ist, kann der Gesamt-Testosteronwert ein falsches Bild geben. In solchen Fällen wird das freie Testosteron rechnerisch bestimmt, um besser einzuschätzen, ob tatsächlich ein Hormonmangel oder ein Überschuss vorliegt.
Wenn SHBG stark erhöht oder erniedrigt ist, kann der Gesamt-Testosteronwert ein falsches Bild geben. In solchen Fällen wird das freie Testosteron rechnerisch bestimmt, um besser einzuschätzen, ob tatsächlich ein Hormonmangel oder ein Überschuss vorliegt.
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