Testosteron messen und erhöhen
Kernbotschaften
💡 Testosteron ist entscheidend für Energie, Muskeln und Stimmung.
💡 Ein Mangel zeigt sich oft durch Müdigkeit und Antriebslosigkeit.
💡 Ernährung, Bewegung und Stressabbau helfen natürlich.
Was ist Testosteron?
Wenn es um die Gesundheit des Mannes geht, ist Testosteron einer der wichtigsten Faktoren.
Seine Kräfte reichen weit über die Bestimmung der Geschlechtsmerkmale hinaus.
Es beeinflusste praktisch jeden Aspekt des Lebens, denn Testosteron:
- regt Muskelwachstum an,
- sorgt für Körperbehaarung und Bartwuchs,
- unterstützt den Knochenstoffwechsel,
- fördert Knochenwachstum,
- sorgt für den Aufbau und Erhalt der Knochendichte,
- fördert dominante und aggressive Verhaltensweisen,
- fördert die Spermienproduktion,
- steigert das sexuelle Verlangen, den Antrieb und die Lebenslust.
Der Testosteronspiegel im Laufe der Jahre
Erreichen Männer ein höheres Alter, nimmt die natürliche Produktion dieses Hormons im Körper allmählich ab. Nur vereinzelt sinkt der Testosteronspiegel so stark, dass Beschwerden und ein krankhafter Mangel (Hypogonadismus) auftreten.
Deshalb ist es für diejenigen, die einen gesunden Hormonspiegel aufrechterhalten wollen, von entscheidender Bedeutung, das eigene Testosteron messen zu lassen.
Die Pronova BKK hat einen sehr informativen Artikel mit weiteren Informationen zu Testosteron veröffentlicht. Auch der Bericht über Testosteronmangel vom Deutschlandfunk gefällt uns sehr gut.
Ein Testosteron-Test gibt Ihnen Klarheit über Ihren aktuellen Hormonstatus. Wenn Sie Ihr Testosteron steigern möchten oder einfach wissen wollen, wie hoch Ihr Testosteronspiegel ist, kann dieser Test Ihnen wertvolle Einblicke bieten.
Warum sollte man seinen Testosteron messen?
Ab dem Alter von circa 40 Jahren sinkt der Testosteronspiegel des Mannes kontinuierlich um ungefähr 1-2 %. Dies ist ein langsam andauernder Prozess, den einige Männer nicht einmal bemerken. Dieser Vorgang wird die Andropause oder teilweise auch die „männlichen Wechseljahre“ genannt, wobei dieser natürlich nicht mit den Wechseljahren der Frau zu vergleichen ist.
Um niedrige Testosteronspiegel bei Männern genau zu bestimmen und Hypogonadismus festzustellen, ist ein genaues Testosteron messen erforderlich. Erst dann kann die Diagnose gestellt und ein Behandlungsplan erarbeitet werden, um die Lebensqualität des Probanden wieder zu steigern. Testosteronmangel kann einen negativen Einfluss auf zahlreiche Organfunktionen haben und kann Blutdruck und Diabetes begünstigen.
Bei welchen Symptomen sollten Sie Testosteron messen?
- Sexuelle Unlust und Erektionsstörungen,
- Müdigkeit, Kraftlosigkeit,
- Rückbildung der Muskulatur,
- vermehrtes Bauchfett,
- verringerte Körper- & Schambehaarung,
- verringerte Spermienproduktion,
- Hitzewallungen,
- verringerte Knochenfestigkeit bis zur Osteoporose,
- depressive Verstimmungen.
ABER: Es ist zu beachten, dass viele der oben genannten auftretenden Symptome auch normale Alterserscheinungen sein können. Ob es tatsächlich ein zu niedriger Testosteronspiegel ist, kann nur durch einen Test festgestellt werden.
Ursachen für einen niedrigen Testosteronspiegel
Alterung ist eine der häufigsten Ursachen für einen niedrigen Testosteronwert bei Männern. Mit zunehmendem Alter produziert der Körper im Rahmen seines natürlichen Alterungsprozesses immer weniger von dem Hormon.
Ein ungesunder Lebensstil, Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch, psychischer Stress oder chronische Erkrankungen können einen frühzeitigen Mangel begünstigen.
Der Ursprung eines Testosteronmangels wird in zwei Kategorien unterteilt.
Primärer Hypogonadismus
95 % der Testosteronproduktion findet bei Männern in den Hoden statt. Von einem primären Hypogonadismus wird gesprochen, wenn die dort vorzufindenden hormonproduzierenden Zellen erschöpfen und nicht genügend Testosteron produzieren können. Als mögliche Ursachen können genannt werden:
- Hodenentzündungen,
- Hodenverletzungen,
- Hodenkrebs,
- oder systematische Erkrankungen, wie eine Leberzirrhose.
Sekundärer Hypogonadismus
Der Testosteronmangel kann auf eine Fehlfunktion des Hypothalamus oder der Hypophyse zurückzuführen sein, die für die Hormonproduktion und damit für die Steuerung der Testosteronproduktion verantwortlich sind. Mögliche Ursachen sind
Geschwulst oder Funktionsmangel in der Hypophyse, Gehirnverletzungen, oder dem Gallmann-Syndrom (Entwicklungsstörung der Keimdrüsen).
Die Diagnose und Behandlung
Was ist die Norm?
Der Testosteronspiegel im Blut ist tageszeitlichen Schwankungen ausgesetzt. Am Morgen ist der Wert höher als beispielsweise am Nachmittag. Demzufolge ist es erforderlich, dass die Blutabnahme, um das Testosteron zu messen, morgens stattfindet.
Etwa 97 % des Testosterons sind im Blutkreislauf an Proteine gebunden, während die restlichen 3 % als freies Testosteron zirkulieren. In Labortests werden das luteotrope Hormon (LH) und das follikelstimulierende Hormon (FSH) zur Messung des Testosteronspiegels verwendet, da sie die Produktion in den Hoden stimulieren.
Ein erhöhter LH- und FSH-Spiegel kann bei Testosteronmangel auf eine Unterfunktion der Hoden hinweisen (primärer Hypogonadismus).
Sind beide Werte niedrig, ist dies ein Hinweis auf eine Funktionsstörung der Hypophyse (sekundärer Hypogonadismus).
Normwerte
- 3,5 – 11,5 ng/ml (12 – 40 nmol/l)
Behandlung erforderlich
- < 2,5 ng/ml (8 nmol/l)
Einschätzung eines Arztes nötig
- 2,5 – 3,8 ng/ml (8 – 12 nmol/l)
Wie verläuft das Testosteron-Messen?
Für die Anamnese verwenden die Ärzte in der Regel einen bekannten Fragebogen, den ADAM-Score (Androgen Deficiency in Aging Men). Dieser Fragebogen beinhaltet 10 Fragen, welche Sie zu Ihrem derzeitigen Gemütszustand befragen.
Fragebogen ADAM-Score:
- Haben Sie einen Rückgang der Libido festgestellt?
- Fühlen Sie sich weniger energiegeladen?
- Haben Sie eine geringere Kraft oder Ausdauer?
- Sind Sie kleiner als früher?
- Haben Sie weniger Begeisterung für das Leben?
- Leiden Sie unter häufigen Stimmungsschwankungen?
- Haben Sie eine schwächere Erektion?
- Ist es eine Herausforderung, Sport zu treiben?
- Neigen Sie dazu, nach dem Essen schnell einzuschlafen?
- Ist es für Sie schwieriger zu arbeiten?
Wenn Sie mehr als drei Fragen mit „ja“ beantwortet haben, könnte dies auf einen Testosteronmangel hindeuten.
Die Hormonersatztherapie
Wird ein Testosteronmangel festgestellt, gibt es verschiedene Mittel, die zur Behandlung eingesetzt werden können. Anwendung finden unter anderem Gele für die Anwendung auf der Haut, orale Medikamente oder Injektionen in die Muskulatur. Die Injektion wird meist bei langfristiger Behandlung verwendet und auch die 3-Monats-Spritze genannt.
Die Hormonersatztherapie zielt darauf ab, den Testosteronspiegel durch die Testosteronsubstitution wieder in einen gesunden Bereich zu bringen.
WICHTIG: Eine Testosterontherapie hält das natürliche Altern nicht auf! Die verschriebenen Medikamente sind rezeptpflichtig. Zu viel Testosteron im Körper kann schaden.
Die Testmethode
Bluttests sind die gängigste Methode zur Analyse des Hormonspiegels. Mithilfe dieser Messungen kann festgestellt werden, ob im Körper eines Mannes ein gesunder Testosteronspiegel vorhanden ist.
Anhand dessen können die Ärzte beurteilen, welche Behandlungen für die Bedürfnisse des einzelnen Patienten am besten geeignet sind.
Fazit - Testosteron messen und steigern
Testosteron spielt eine wichtige Rolle für die Gesundheit des Mannes und seine Produktion nimmt mit zunehmendem Alter ab. Das Testosteron messen ist notwendig, um einen Mangel zu erkennen, der sich negativ auf Organfunktionen und die Lebensqualität auswirken könnte.
Ein niedriger Testosteronspiegel wird in zwei Kategorien eingeteilt: primärer Hypogonadismus, der durch eine Hodenentzündung oder -verletzung verursacht wird, und sekundärer Hypogonadismus, der durch Fehlfunktionen des Hypothalamus oder der Hypophyse entsteht.
Mit Probatix ist es nun ganz einfach, die eigenen Testosteronwerte regelmäßig überprüfen zu lassen.
Häufige Fragen zu Testosteron
Welche Symptome können auf einen Testosteronmangel hinweisen?
Ein Testosteronmangel (Hypogonadismus) kann sich beim Mann durch nachlassende Libido, Erektionsstörungen, Antriebslosigkeit und Müdigkeit sowie durch eine Abnahme von Muskelmasse und Knochendichte äußern. Auch depressive Verstimmungen, Konzentrationsprobleme, vermehrtes Bauchfett oder eine Vergrößerung des Brustgewebes werden beschrieben. Diese Beschwerden sind allerdings unspezifisch und können viele andere Ursachen haben, sodass sich allein aus den Symptomen keine sichere Diagnose stellen lässt.
Was sind die Ursachen für einen Testosteronmangel?
Man unterscheidet einen primären Mangel, der auf einer Störung der Hoden beruht (etwa durch Verletzungen, Entzündungen oder genetische Ursachen), von einem sekundären Mangel, bei dem die Steuerung durch Hypothalamus oder Hirnanhangsdrüse gestört ist. Häufig liegt ein sogenannter funktioneller Hypogonadismus vor, der mit Übergewicht, Diabetes, Stoffwechselerkrankungen, bestimmten Medikamenten oder anderen Erkrankungen zusammenhängt. Zusätzlich sinkt der Testosteronspiegel mit zunehmendem Alter langsam ab.
Welcher Testosteronwert gilt als normal?
Die Laborreferenzbereiche für das Gesamttestosteron liegen bei erwachsenen Männern häufig etwa zwischen 9 und 37 nmol/l, wobei die Werte je nach Labor und Messmethode schwanken. Fachgesellschaften betrachten Werte über 12 nmol/l meist als unauffällig, während wiederholt gemessene Werte unter 8 nmol/l als eindeutig zu niedrig gelten. Der Bereich zwischen 8 und 12 nmol/l ist eine Grauzone, in der zusätzliche Untersuchungen wie freies Testosteron und SHBG sinnvoll sein können.
Wann ist eine Testosteronmessung sinnvoll?
Eine Bestimmung des Testosteronspiegels ist vor allem dann angezeigt, wenn typische Beschwerden wie anhaltende Erektionsstörungen, ein deutlicher Libidoverlust, unerklärliche Müdigkeit oder eine Abnahme der Muskelmasse bestehen. Die Diagnose eines behandlungsbedürftigen Mangels setzt immer voraus, dass sowohl passende Symptome als auch ein wiederholt niedrig gemessener Testosteronwert vorliegen. Ein einzelner niedriger Wert ohne Beschwerden rechtfertigt in der Regel noch keine Therapie.
Wie wird Testosteron gemessen?
Testosteron wird über eine Blutprobe bestimmt, üblicherweise zunächst als Gesamttestosteron. Bei grenzwertigen Ergebnissen können zusätzlich das freie Testosteron und das Bindungseiweiß SHBG bestimmt beziehungsweise berechnet werden, um die tatsächlich wirksame Hormonmenge besser einzuschätzen. Ein einzelner auffälliger Wert sollte durch eine zweite Messung an einem anderen Tag bestätigt werden, bevor daraus Schlüsse gezogen werden.
Zu welcher Tageszeit sollte Testosteron gemessen werden?
Der Testosteronspiegel unterliegt einem Tagesrhythmus und ist am Morgen am höchsten. Die Blutentnahme sollte daher nüchtern am Vormittag erfolgen, üblicherweise zwischen etwa 7 und 11 Uhr. Weil die Werte im Tagesverlauf und von Tag zu Tag schwanken, wird ein niedriger Morgenwert vor einer Diagnose an einem zweiten Tag kontrolliert.
Wie wird ein Testosteronmangel behandelt?
Steht die Diagnose fest, kann Testosteron ärztlich ersetzt werden, etwa als Injektion (Spritze), Gel oder Pflaster. Zuvor wird jedoch nach der Ursache gesucht: Bei einem funktionellen Mangel durch Übergewicht oder Begleiterkrankungen stehen zunächst Maßnahmen wie Gewichtsabnahme und die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Eine Testosterontherapie erfordert eine regelmäßige ärztliche Kontrolle, unter anderem von Blutbild (Hämatokrit) und Prostata (PSA-Wert).
Kann man den Testosteronspiegel selbst auf natürliche Weise erhöhen?
Ein gesunder Lebensstil kann sich günstig auf den Hormonhaushalt auswirken: Empfohlen werden der Abbau von Übergewicht, ausreichend Bewegung, guter Schlaf sowie der Verzicht auf übermäßigen Alkohol- und Nikotinkonsum. Bei leicht erniedrigten Werten im Rahmen eines funktionellen Mangels lässt sich der Testosteronspiegel dadurch häufig verbessern. Ein echter, krankhafter Testosteronmangel lässt sich jedoch nicht allein durch Lebensstiländerungen oder frei verkäufliche Präparate ausgleichen und gehört in ärztliche Behandlung.
Geprüfte Quellen zum Thema
- IQWiG – gesundheitsinformation.de: Testosteron
- Deutsches Ärzteblatt: Testosteronmangel im Alter – normal oder pathologisch?
- Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) / urologenportal.de: Patienteninformation – Der alternde Mann
- Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ): Differenzialdiagnostik und -therapie des männlichen Hypogonadismus
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.




