Geschlechtskrankheiten erkennen und passende Tests finden
Geschlechtskrankheiten mit Tests sicher erkennen
Geschlechtskrankheiten (häufig auch als STIs oder STDs bezeichnet), wie Syphilis, HIV oder Hepatitis sind verbreiteter, als man anfangs denken könnte – die häufigste Geschlechtskrankheit ist jedoch Chlamydien. In der Regel sind die meisten dieser Krankheiten gut behandelbar, in vielen Fällen kann es aber sein, dass sie unbemerkt übertragen werden und langanhaltend sind.
Um Geschlechtskrankheiten effektiv zu erkennen, ist daher ein Test ratsam, besonders bei einem Wechsel von Geschlechtspartnern. So wird die eigene sexuelle Gesundheit sichergestellt und andere werden geschützt.
Wichtige Aspekte: Geschlechtskrankheiten bei Frau & Mann erkennen
Bei sexuell übertragbaren Erkrankungen (STD) muss man unterscheiden, ob es sich um eine bakterielle Infektion, wie Chlamydien, Syphilis oder Gonorrhoe, oder einen viralen Erreger wie Herpes (HSV-2), Hepatitis B oder HIV handelt. Nicht jede Krankheit ist gleich heilbar – in manchen Fällen, wie bei Herpes genitalis und Hepatitis B können die Viren eingedämmt werden, bleiben jedoch ein Leben lang im Körper. Um eine frühe Diagnose zu bekommen, Sorgen zu klären, mögliche Symptome der Geschlechtskrankheiten zu erkennen und frühestmöglich mit der Behandlung anzufangen, sind gezielte Tests besonders wichtig – wie ein Chlamydien-Test oder ein Tripper-Test.
Syphilis, HIV und Hepatitis, beispielsweise, sind im Blut nachweisbar, weshalb für diese Geschlechtskrankheiten meist ein Bluttest gemacht wird. Die Hautstelle wird desinfiziert und die Blutprobe wird in wenigen Minuten entnommen und ins Labor geschickt, um auf die entsprechenden Antikörper und Antigene getestet zu werden.
Bei Verdacht auf andere Erkrankungen wird eine Urinprobe in einem sterilen Urinbecher gesammelt, um eventuelle Geschlechtskrankheiten zu erkennen. Alternativ wird ein Abstrich gemacht, um Pilze und Bakterien zu erkennen.
Es gibt verschiedene Arten von Urintests, bei denen jeweils eine andere Form des Urins genutzt wird: Erststrahlurin, Mittelstrahlurin und 24-Stunden-Sammelurin. Vor Durchführung des Tests wird empfohlen, dass Sie Ihren Intimbereich mit Wasser reinigen, damit das Ergebnis nicht verfälscht wird.
Anders als bei den zuvor genannten Krankheiten verteilen sich diese Erreger auf der Schleimhaut und greifen die Umgebung an, so können sie bei einer unbehandelten Infektion immer weiter wachsen. Bei einem Harnröhrenabstrich wird nach den bakteriellen Zellen gesucht. Sollten oberflächliche Symptome für Geschlechtskrankheiten erkennbar sein, werden diese Geschwüre oder Bläschen an Genital- und Analbereich abgestrichen und identifiziert.
Mögliche Gründe für einen Test – Geschlechtskrankheitenerkennen
Wenn Sie sich trotzdem unsicher sind, ob ein
Test auf Geschlechtskrankheiten sinnvoll für Sie ist, dann kontaktieren Sie
Ihren Arzt oder eine Beratungsstelle.
1.
Es gibt einige Kriterien, an denen man sich orientieren kann, wenn man einen Geschlechtskrankheiten-Test in Erwägung zieht. Übertragbare Infektionen verteilen sich durch sexuellen Kontakt, insbesondere bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr durch Schleimhäute, Speichel und andere körperliche Flüssigkeiten.
2.
Haben Sie viele verschiedene Sexualpartneroder haben Sie Ihren Partner gewechselt?Falls Sie dazu ungeschützten Geschlechtsverkehr hatten, dann ist es wichtig, einer weiteren Verteilung von übertragbaren Infektionen keine Chance zu geben und Gewissheit über die eigene sexuelle Gesundheit zu bekommen. Unbehandelte Infektionen können erst nach Tagen, Wochen oder erst Jahren ihre ersten Symptome zeigen. Auch wenn Sie vermuten, dass einer Ihrer ehemaligen Partner eine übertragbare Infektion hatte oder es Ihnen bestätigt wird, ist ein Test auf Geschlechtskrankheiten (STI-/STD-Bluttest) ratsam.
3.
Besteht bei Ihnen der Verdacht, dass Sie an einer akuten Infektion leiden oder haben Sie Veränderungen wie Bläschen, Geschwüre, Warzen oder allgemeine Hautveränderungen in Ihrem Intimbereich beobachtet, dann sollten Sie sicherheitshalber einen Geschlechtskrankheiten-Test durchführen. Auch Schmerzen beim Wasserlassen können ein Indiz für eine Infektion sein.
4.
Auch wenn Sie Sorgen haben und atypische Symptome oder Infektionen haben und Klarheit suchen, empfiehlt sich ein Geschlechtskrankheiten-Test. Je schneller übertragbare Krankheiten gefunden und behandelt werden, desto weniger gravierend sind die Folgen.
Unbehandelte Infektionen: Warum Geschlechtskrankheiten früh erkannt werden sollten
Werden Geschlechtskrankheiten nicht rechtzeitig erkannt und die Infektionen durch Unwissen oder Nichtberücksichtigung unbehandelt gelassen, können schwere Folgen entstehen.
Je länger sich die Viren oder Bakterien im Körper befinden, desto weiter verbreiten sie sich und schädigen den Körper. So kann es sein, dass Sie Unwohlsein und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben. Die Infektion kann sich aber auch so weit verbreiten, dass sie Organe und/oder das Herz und das Gehirn schädigt.
Bei einer unbehandelten Infektion kann es auch zu Unfruchtbarkeit kommen, es können Entzündungen sowie einige Krebsarten oder eine starke Immunschwäche entstehen. Natürlich ist hierbei wichtig, um welche Art von Krankheit es sich handelt und wie weit die Infektion her ist. Prinzipiell gilt jedoch: Es ist wichtig, eine frühe Diagnose zu bekommen und das Verbreiten von Infektionen durch einen STI-Test einzudämmen.
Bei ernsthaften Bedenken sorgt ein gezielter Fruchtbarkeitstest für Gewissheit.
Positiver Test – was nun?
Jeder Mensch kann sich mit einer übertragbaren Krankheit anstecken. Sie sollten nicht in Panik geraten, sondern erstmals Ihren letzten Partnern Auskunft geben und die Situation erklären. Auch diese sollten sich so schnell wie möglich testen lassen. Informieren Sie anschließend Ihren Arzt und fangen Sie Ihre Therapie an, sodass Symptome und Ausbreitungen kontrolliert werden können, die Krankheit in vielen Fällen aber auch komplett geheilt werden kann.
Mit Probatix ist es nun ganz einfach, einen Geschlechtskrankheiten-Test regelmäßig durchführen und überprüfen zu lassen.
Häufige Fragen zu Geschlechtskrankheiten
Was sind sexuell übertragbare Infektionen (STI)?
STI ist die Abkürzung für den englischen Begriff „sexually transmitted infections", also sexuell übertragbare Infektionen. Sie werden durch verschiedene Erreger verursacht – vor allem Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten – und überwiegend beim Sex von Mensch zu Mensch übertragen. Früher sprach man von „Geschlechtskrankheiten"; der Begriff STI ist heute gebräuchlicher, auch weil viele dieser Infektionen zunächst keine Beschwerden verursachen.
Welche STI kommen am häufigsten vor?
Zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen zählen Chlamydien, Gonorrhoe (Tripper), Syphilis, HPV (Humane Papillomviren), Herpes genitalis sowie HIV und Hepatitis B. Chlamydien gehören dabei zu den am weitesten verbreiteten bakteriellen STI. Welche Infektion für Sie relevant ist, hängt unter anderem von Ihren sexuellen Kontakten und den genutzten Schutzmaßnahmen ab.
Woran erkennt man eine STI – und warum bleiben viele unbemerkt?
Mögliche Anzeichen sind zum Beispiel Brennen beim Wasserlassen, ungewöhnlicher Ausfluss, Juckreiz, Hautveränderungen oder Geschwüre im Genital-, Anal- oder Mundbereich. Viele STI verlaufen jedoch über längere Zeit ohne spürbare Symptome, sodass eine Infektion unbemerkt weitergegeben werden kann. Sicherheit gibt deshalb nur ein Test – nicht das Fehlen von Beschwerden.
Wie werden STI übertragen?
STI werden meist durch ungeschützten vaginalen, analen oder oralen Geschlechtsverkehr übertragen, wenn Schleimhäute oder Körperflüssigkeiten wie Sperma, Scheidenflüssigkeit oder Blut in Kontakt kommen. Manche Erreger können auch durch engen Haut- und Schleimhautkontakt übertragen werden, etwa HPV oder Herpes. Einige Infektionen wie HIV oder Hepatitis B sind zusätzlich über Blut übertragbar.
Wie kann ich mich vor STI schützen?
Kondome und Femidome senken das Ansteckungsrisiko deutlich, auch wenn sie keinen vollständigen Schutz vor allen Erregern bieten. Gegen HPV und Hepatitis B stehen zusätzlich Schutzimpfungen zur Verfügung. Regelmäßige Tests, eine offene Kommunikation mit Sexualpartnerinnen und -partnern sowie eine zeitnahe Behandlung tragen ebenfalls dazu bei, Infektionen zu vermeiden oder nicht weiterzugeben.
Wann sollte ich mich auf STI testen lassen?
Ein Test ist sinnvoll, wenn Sie mögliche Symptome bemerken, ungeschützten Sex mit einer neuen oder wechselnden Partnerin bzw. einem Partner hatten oder wenn eine Partnerin oder ein Partner positiv getestet wurde. Da viele STI symptomlos verlaufen, kann ein Test auch ohne Beschwerden ratsam sein – etwa zu Beginn einer neuen Beziehung. Wie häufig ein Test sinnvoll ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab; im Zweifel berät Sie eine Ärztin oder ein Arzt.
Wie läuft ein STI-Test ab?
Je nach Erreger wird für einen STI-Test eine Urinprobe, ein Abstrich (zum Beispiel aus dem Genital-, Anal- oder Rachenbereich) oder eine Blutprobe benötigt. Die Probe wird anschließend in einem Labor untersucht. Manche Infektionen lassen sich erst einige Zeit nach der möglichen Ansteckung zuverlässig nachweisen, weshalb der richtige Testzeitpunkt wichtig ist.
Wie funktioniert ein STI-Selbsttest für zu Hause?
Bei einem Selbsttest entnehmen Sie die Probe – etwa Urin, einen Abstrich oder wenige Tropfen Blut – nach Anleitung selbst zu Hause und senden sie an ein Labor ein. Die Auswertung erfolgt im Labor, das Ergebnis erhalten Sie anschließend vertraulich. Ein positives oder unklares Ergebnis sollten Sie ärztlich abklären lassen, da viele STI gut behandelbar sind und eine frühzeitige Behandlung Folgeschäden vermeiden kann.
Geprüfte Quellen zum Thema
- Robert Koch-Institut (RKI)
- Bundesministerium für Gesundheit (gesund.bund.de)
- BZgA – LIEBESLEBEN
- IQWiG – Gesundheitsinformation.de
- Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG)
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.




